00:00:00: Wenn ich jetzt in die Natur gehen würde, im schönen Wald dann passieren Dinge automatisch in meinem Körper.
00:00:07: Das ist so dass das persönliche Schmerzempfinden in der Regel um sechzig Prozent reduziert wird.
00:00:12: Also ein sehr hoher Faktor also.
00:00:14: unterm Strich wird es gesündere Menschen geben und es wird die Kosten in unserem Gesundheitssystem signifikant reduzieren.
00:00:28: Schmerz gehört für viele Menschen zum Alltag, nach Operationen bei Migräne oder im Rahmen chronischer Erkrankungen.
00:00:34: Medikamente sind da oft wirksam aber sie haben auch Grenzen.
00:00:38: Was passiert also wenn wir schmerz nicht nur pharmakologisch behandeln sondern technologisch beeinflussen?
00:00:43: Hightech macht es möglich!
00:00:45: Virtuality wird heute nicht nur im Gaming eingesetzt, sondern zunehmend auch im klinischen Umfeld.
00:00:51: Gezielt entwickelte virtuelle Umgebungen können Wahrnehmungsteuern, Aufmerksamkeit umlenken oder neuronare Netze beeinflussen.
00:00:58: und in dieser Folge unseres Formats Fokus Zukunft sprechen wir darüber wie VR-basierte Anwendungen konkret in der Schmerztherapie eingesetzt werden welche Technik dahinter steckt und was über die Wirkung bereits wissen.
00:01:10: mein Gast ist Martin Kopehele Doch bevor unser Gespräch losgeht, starten wir wie immer mit einem kurzen Szenario.
00:01:45: Und wie?
00:01:47: Hallo Martin, schön dass du da bist.
00:01:49: Hallo vielen Dank für die Einladung!
00:01:51: Fokus
00:01:52: Technologie
00:01:54: Ja im Einspieler haben wir gerade den Begriff gehört Immersive-Technologien.
00:01:58: Was bedeutet das konkret und kannst uns ein bisschen mehr über Virtual Reality verraten?
00:02:02: Also
00:02:03: Immersiv bedeutet das etwas sehr stark einwirkt und in dem Fall bei virtual reality wirkt es sehr stark auf das Gehirn ein und beeinflusst unseren Gedankenfluss.
00:02:14: Und damit kann man im Prinzip ganz viele tolle Sachen machen, indem man das Gehirn, ich sag mal so Salop etwas austrickst in eine komplett neue Umgebung versetzt und damit dann eben spezielle Wirkungsweisen erzielen kann.
00:02:27: Und ihr entwickelt ja genau diese Anwendungen.
00:02:30: wie macht man das konkret?
00:02:31: Also wie wird eine VR-Anwendung so gestaltet dass die Schmerz beeinflusst kann?
00:02:37: Im Prinzip testen wir erstmal grundsätzlich aus welche Anwendung lösen Trigger im Gehirn aus.
00:02:46: Wir arbeiten dafür sehr intensiv mit verschiedenen Universitäten weltweit zusammen, das hier in Deutschland die Humboldt-Universität.
00:02:53: mit der Charité arbeiten wir auch sehr intensif in manchen Bereichen aber vor allem auch internationalen mit King's College und University of Southern California.
00:03:03: Und diese Triggerpunkte also was bei uns im Gehörn im Prinzip abgespeichert und verankert ist Diese Effekte nützen wir erstmal grundsätzlich.
00:03:12: Ein ganz einfaches Beispiel.
00:03:15: Wenn ich jetzt in die Natur gehen würde, einen schönen Wald dann passieren Dinge automatisch im meinem Körper.
00:03:22: das Gehirn stellt fest okay du stehst jetzt im Wald da ist die Luft gut.
00:03:27: das haben wir gelernt dass es bei uns verinnerlicht.
00:03:30: Also beginne ich automatisch mit einem tieferen Atemreflex, die Bauchatmung beginnt.
00:03:35: Ich fühe mehr Sauerstoff zu und die Pulsrate geht runter.
00:03:38: Habe ich also sehr tolle positive Effekte.
00:03:41: und genau das gleiche passiert wenn ich die VA-Brille aufsetze weil unserem Gehirn vorgespiegelt wird.
00:03:47: Ich bin in diesem Wald und dann geht diese Maschinerie automatisch los Und da gibt es für viele verschiedene andere Bereiche auch, sage ich mal Triggersignale über verschiedene Umgebungen.
00:03:59: Über Farben, über Farbmuster in Kombination mit speziellem Audio also Naturgeräuschen oder auch speziellen Frequenzen und dann kann ich eben Trigger setzen und die kann ich dann gezielt nutzen zum Beispiel zur Schmerzreduktion.
00:04:16: Die Schmerzeriduktion hängt zusammen auch mit dem Stresslevel indem ich mich befinde, also je weniger ich mich gestresst fühle desto weniger empfinde ich auch für mich den Schmerz und somit kann man eben also verschiedenste Krankheitsbilder positiv beeinflussen mit den Virtual Reality Anwendungen.
00:04:39: Und damit es reproduzierbar funktioniert müssen wir natürlich Testung machen das machen wir mit unseren universitären Partnern dass wir eben evaluieren, funktioniert das auch wirklich in der Form.
00:04:50: Und gibt es da belastbare Studien schon oder eben diese Zahlen?
00:04:55: Kannst du da ein bisschen was dazu verraten?
00:04:57: Ja, es gibt verschiedene Studien manche die aktuell jetzt noch in Arbeit sind also die noch nicht veröffentlicht sind.
00:05:03: aber es gibt viel Material was inzwischen auch veröffendigt wurde vor allem was eben des Thema Schmerzen angeht und was das Thema Stressreduktion angeht.
00:05:13: Da gibt es sehr viel Material, also findet man auf Pubmet oder wo auch immer findet man da genügend Veröffentlichungen.
00:05:20: Und diese Reduktion dieses Angstempfindens das ist eben ein Effekt der immer wiederkehrende Auftritt, der komplett reproduzierbar ist und dadurch eben im gleichen Artenzug die Reduzierung der Schmerzen.
00:05:36: Das ist so dass das persönliche Schmerzempfinden in der Regel um sechzig Prozent reduziert wird Also ein sehr hoher Faktor.
00:05:45: und dieses akute gestresst sein- und Angstgefühl, das wird in den über alle verschiedenen Studien über neunzig Prozent reduziert.
00:05:55: Das ist eine sehr, sehr hohe Werte die schon zeigen wie gut es funktioniert und es gibt immer mehr Studien in diesem Bereich.
00:06:03: Das heißt auch ein wachsendes Feld, weil eben auch wirklich eine Wirkung da ist.
00:06:07: Du hattest uns ja grad geschildert das Sound-Bildgestaltung also auch wirklich ne wichtige Rolle spielt was die Reize anspricht auf die der Körper reagiert.
00:06:16: Ich kann mir vorstellen dass nichtsdestotrotz jeder Patient anders ist.
00:06:21: Also gibt es da individuelle Lösungen oder ist das eine Lösung die für alle gleichwertig ist.
00:06:27: Also wir versuchen unsere Plattform so zu gestalten, dass im Prinzip für jeden Patienten und jedes Alter und jede Anwendungsart Applikationen vorhanden sind.
00:06:37: Das funktioniert so, dass wir einfach eine hohe Anzahl an verschiedenen Anwendungen haben.
00:06:43: Aktuell auf der Plattform sind hundertundzwanzig Anwendung.
00:06:47: das geht von reinen Naturerlebnissen zu geführten Meditationen Traumreisen.
00:06:53: es gibt Abteilungen wie Märchen Fantasiereisen in komplette Fantasi-Welten.
00:06:59: Es gibt Anwendungen, die verbunden sind mit gewissen Gamifications oder Interaktionen, weil sie auch im manchen Behandlungsumfeld dann eben sehr gut geeignet sind.
00:07:10: und durch diese große Anzahl ist die Wahrscheinlichkeit so hoch dass es für jeden Patienten was gibt, mit dem er gut klar kommt.
00:07:19: Es gibts Anwendungsbereiche wo eigentlich Inzwischen wird ziemlich genau sagen können, diese zehn Anwendungen funktionieren bei neunzig Prozent der Menschen perfekt.
00:07:33: Also wir geben den Kliniken auch und den Ärzten auch Anwendungsempfehlungen aufgrund der Daten die wir gesammelt haben, wo man sagt es funktioniert sehr gut.
00:07:42: Es müssen aber trotzdem individuelle Dinge beim Patienten mit abgefragt werden.
00:07:48: einer der Highlights, was sehr oft genutzt wird und viele eben sehr stark in diese Schmerzreduktion auch mitbegleitet.
00:07:58: Es sind zum Beispiel mit Delfinen tauchen.
00:08:01: Jetzt gibt es aber Menschen, die haben Angst unter Wasser zu sein.
00:08:04: Für den wäre diese Anwendung nicht geeignet.
00:08:06: Also muss ich dann eben andere Anwendungen haben so dass sich jeder wiederfindet?
00:08:11: Es wird oft gefragt so nach Motto kann ich das nicht komplett personalisieren?
00:08:15: theoretisch ja das funktioniert also ich kann auch zwischen oder könnte theoretisch Zwischenanwendungen springen an Wendungen ineinander morphen lassen.
00:08:25: Aber das ist halt die Frage wie viel Informationen und Patienten Daten habe Ich vorhanden damit ich das machen kann?
00:08:33: und dann ein Thema, was vor allem natürlich spannend ist.
00:08:36: Wie gut sind irgendwelche Internetverbindungen, Netzwerke?
00:08:39: Weil wir reden hier von quasi Online Services mit sehr hohen Datenmengen.
00:08:45: Da sind wir auch schon bei einem Thema, auf das ich auch noch kommen wollte.
00:08:48: Das Thema was braucht es oder was erschwert den Einsatz?
00:08:52: Auch in dem Klinikanteil.
00:08:53: Du hast es ja schon angesprochen Technik kosten oder auch die fehlende Erfahrung der Mitarbeitenden sage ich mal mit so neuen technischen Anwendungen.
00:09:03: Man muss unterscheiden.
00:09:04: theoretisch ist das Thema Kosten kein Thema aber theoretisch da komme ich nachher noch dazu Was wir anbieten unseren Kunden ist, sind komplette Offline-Systeme.
00:09:16: Das bedeutet es keine Einbindung der IT notwendig und kein Internet notwendig.
00:09:22: Es ist alles standalone auf den Brillen auch die Remotefunktion.
00:09:27: unser System also die Plattform kann nicht über ein externes Tablet komplett steuern also dass der Patient nichts machen muss.
00:09:34: Der Behandler kann mit schauen auf dem Tablet, was sie die Person hat.
00:09:38: Die volle Kontrolle.
00:09:39: Auch das funktioniert komplett ohne Internet, ohne irgendeine Anbindung.
00:09:44: Das ist nämlich oft auch schon eine große Hürde, dass Systeme angeschafft werden.
00:09:49: Sie müssen online gehen und da haben wir das Thema Datenschutz.
00:09:52: Wie sicher ist es?
00:09:53: Das Ganze auf was für Server wird zugegriffen und rund.
00:09:58: Und eben die Einbindung der IT ist oft ja auch ein Problem allein schon im Prozess, was also Timelines angeht.
00:10:05: Das versuchen wir komplett auszuschließen durch diese Standalone-Möglichkeiten.
00:10:11: Dann haben wir eben die eventuellen Vorbehalte des Personals – das ist natürlich auch eine Kommunikationssache.
00:10:20: jedes neue Tool, was in eine Klinik oder einen medizinischen Betrieb reinkommt kostet erst mal Zeit.
00:10:28: Das ist ein Fakt, ich muss mich ein bisschen einarbeiten.
00:10:32: auch wenn unser System das alles vorinstalliert du schaltest es ein innerhalb von glaube ich zweiundfünfzig Sekunden ist der Patient schon in der Anwendung drin.
00:10:41: also wir reden wirklich von keinen großen zeitaufwänden.
00:10:45: aber nichtsdestotrotz muss des Personal sich einmal damit vertraut machen.
00:10:50: wie gehe ich da mit um Allein so einfache Sachen.
00:10:53: Wie wird die Brille aufgesetzt, damit es angenehm sich anfühlt für den Patienten?
00:10:59: Thema Desinfektion und Reinigung.
00:11:01: Wir bieten entsprechende Schulungen für das medizinische Personal an.
00:11:05: also Es muss erstmal so eine Grundbereitschaft da sein.
00:11:08: ich sage es mal So wenn der der Stationsarzt Oberarzt oder Klinik Leitung sagt hier sind die Brillen Das Pflegepersonal soll dass bei dem Patienten Anwenden und eben Wenn's nicht der Arzt macht dann scheitert es oft daran, dass sie sagen ja ihr stellt uns das Zeug hin und wie soll ich das in mein Arbeitsalltag der eh schon super getaktet ist mit einbauen.
00:11:31: Also die Prozesse müssen richtig kommuniziert werden und dann läuft es aber auch sehr erfolgreich.
00:11:37: Und jetzt dritte Thema was du angesprochen hast sind die Kosten.
00:11:41: Gesamt gesehen wenn man diesen Return of Invest sich anschaut je nach Behandlungsbereich sparen die Kliniken Geld.
00:11:49: Da kann ich nachher noch mal drauf kommen, also unterm Strich.
00:11:52: Spat ist der Klinikgeld.
00:11:53: Wir haben aber im Moment noch keine Abrechnungsmodelle, dass die als eine Standardbehandlungsmethode eben auch mit von Krankenkassen zum Beispiel übernommen werden.
00:12:05: Also wie habe ich was für Abrechnungsmöglichkeiten?
00:12:08: Habe ich um das zu refinanzieren obwohl es die Kliniken nicht theoretisch nicht mit externem Geld finanzieren müssten weil sich die Kosten in sich absolut tragen für diese Systeme.
00:12:21: Aber das ist trotzdem natürlich ein Thema, über das immer wieder gesprochen wird.
00:12:25: Das stimmt!
00:12:26: Bei welchen Krankheitsbildern siehst du denn den größten Nutzen generell?
00:12:29: Also alles was mit Schmerzen... also ich rede vor allem jetzt darüber wo es tatsächlich tagtäglich eingesetzt wird.
00:12:36: Also dass es überall wo akute Schmerz sind.
00:12:39: Wir sind in der Notfallaufnahme wir sind bei Blutabnahmen Da wo Katheda gelegt werden bei Untersuchungen, die nur unter Lokalanästhesie sind.
00:12:53: Wo ich eben nicht zusätzlich sedieren möchte und nicht zusätzliche Schmerzmittel geben möchte.
00:12:58: Das ist vor allem in den Onkologien bei Kindern auch, wo man sagt sie sind eh sehr stark medikamentös belastet.
00:13:06: schon Da möchte man keine zusätzliche Sedierung nehmen, um eben diese Angst, Panik und auch das Schmerzempfinden zu reduzieren.
00:13:14: Und das kann man eben sehr gut mit den Brillen machen.
00:13:18: Ein Anwendungsfall der immer beliebter wird hier in Deutschland aber auch international ist zum Einsatz bei der Narkose-Einleitung also für Intervention unter Vollnarkose weil man durch starke Angstreduzierung den Körper in einen Zustand bringt, das zur Narkoseinleitung wird dir an der Regel Propofol gegeben.
00:13:41: Und die Dosis kann man deutlich verringern wenn der Patient einfach wirklich entspannt ist und wenig Angst empfindet.
00:13:50: Damit kann ich natürlich hier deutlich reduzieren kann, alle Nebenwirkungen die damit zusammenhängen also bis hin Probleme mit dem Delier.
00:14:00: Die Aufwachzeiten, die Verweildauer eben im Intensivbereich nach Operationen und da gibt es eben belastbares Studiematerial.
00:14:09: auch darüber kann man also deutlich reduziert diese Effekte.
00:14:12: Das ist zum Beispiel ein Bereich, wo wirklich signifikant Geld dann eingespart wird für eine Klinik.
00:14:18: Die Einsatzmöglichkeiten sind tatsächlich sehr breit.
00:14:22: Das ist gut auch zu hören sicherlich für die Menschen, die uns heute
00:14:26: zuhören.
00:14:29: Ich möchte gerne auf deine Erfahrung zurückkommen in den Bereich Neurotechnologie generell.
00:14:34: Du hast ja quasi bist in so eine sehr starke neue Technologie reingegangen, einem stark regulierten Umfeld wie Gesundheit.
00:14:42: was hast du da für Erfahrungen gemacht und welche Tipps hättest du für andere Unternehmen die sagen wir möchten auch eine technologie in diesem umfeld etablieren?
00:14:50: ich glaube das wichtigste ist erst mal wirklich zu gucken Wo sind meine Anwendungsfelder, meine Anwendungsbereiche und was möchte ich bewirken?
00:15:00: Daraus ergeben sich dann viele Dinge.
00:15:02: Du hast es gesagt das ist ein hoch regulierter Bereich.
00:15:05: unsere Software oder unsere Plattformen ist Medizinprodukt nach MDR CE zertifiziert.
00:15:13: Das ist natürlich schon mal eine Grundvoraussetzung.
00:15:17: wenn in diesen Einsatzfeldern wie wir, also wenn ich wirklich im OP stattfinde.
00:15:21: Wenn es die Ärzte einsetzen da muss die Sicherheit da sein dass eben nicht Wildwest-VIA da irgendwie passiert sondern das Ärzteteam sichergehen kann.
00:15:32: Die Wirkung die versprochen wird die ist auch da und es passiert nichts Schlimmes.
00:15:38: Also das ist schon mal ganz wichtig.
00:15:40: dann ist es auch sehr wichtig nur dass man das im Hinterkopf hat wenn man sich jetzt im medizinischen Bereich bewegt und gewisse Versprechungen macht, also Claims was meine Anwendung kann oder mein Gerät kann.
00:15:54: Und wenn ich jetzt wie in unserem Fall sage Ich kann Schmerzen reduzieren dann ist das eben medizinischer Claim und den darf ich auch nur machen Wenn ich eben Medizin Produkt bin Also auch da um diese Rechtssicherheit zu haben und ansonsten wenn man eine gute Idee hat.
00:16:11: Wie gesagt Ich bin Unternehmer mein ganzes Leben lang, habe mehrere Firmen zusammen mit meinem Bruder gegründet und man muss Dinge einfach auch machen und ausprobieren.
00:16:20: Also trotz der hoch regulierten Bereiche darf man sich nicht abschrecken lassen.
00:16:25: Und es gibt paar Dinge die selbst wir als erfahrene Firmengründer nicht so im Fokus hatten, als wir die Firma gegrüntet hatten gerade was eben jetzt die diese ganze Zusammenarbeit mit Krankenkassen, das ganze Formale drum rum angeht.
00:16:42: Es ist ganz gut dass ich es auch nicht gewusst habe weil dann hätte man vielleicht das eine oder andere Mal gesagt, da sind die Bereiche die nicht so viel Spaß machen und dann geht man mit mehr Euphorie an.
00:16:53: also man braucht immer die gesunde Mischung.
00:16:55: wenn ich mir nur das... Aufschreibe was nicht geht, dann fängt man gar nichts an.
00:16:59: Also insofern wenn man eine gute Idee hat schon überlegen wo ist mein Weg und den Claim den ich machen möchte und das schon stringent gehen weil wir haben andere Firmen oder Kollegen erlebt die auch in diesem Bereich unterwegs sind und die halt dann daran gescheitert sind dass sie halt diesen wissenschaftlichen Background eben vernachlässigt haben und dann kommst du halt über ein Piloten Stadium hier hinaus Weil die Kliniken machen dann vielleicht nicht Studien, nützen deine Software oder dein Gerät.
00:17:31: Aber es wird nie im Alltag stattfinden!
00:17:34: Ich nehme an um diese Hürden zu überwinden hat das Innovationsnetzwerk Gesundheit bei uns auch unterstützt?
00:17:40: Oder wie wichtig war diese Zusammenarbeit an der Stelle für dich?
00:17:44: Ich muss dazu sagen, wir sind relativ spät auf euch erst gestoßen.
00:17:49: Da haben wir diese Prozesse schon alle hinter uns gehabt.
00:17:52: Hätten wir den Kontakt schon eher gehabt?
00:17:54: Wie er sicherlich vieles für uns leichter gegangen, weil wir einfach da Ansprechpartner gehabt hätten.
00:18:00: Er hätte Informationsquellen.
00:18:02: Wir profitieren jetzt auch von dem Netzwerk und sind sehr froh über jegliche Art von Netzwerken – zusammen mit Kollegen, auch mit Firmen, wenn die in ähnlichen Bereichen unterwegs sind was es sehr bereichert und es ist immer noch ein junger Bereich, der eigentlich viel Schulterschluss von allen Beteiligten nach wie vor noch gut brauchen kann.
00:18:25: Deshalb sind Netzwerke etwas sehr wichtiges und vielleicht ist es ja auch so dass wir aus unseren Erfahrungen hier durchaus andere profitieren lassen.
00:18:34: Absolut!
00:18:35: Davon lebt dein Netzwerk vom Erfahrungsaustausch auch
00:18:39: Ausblick.
00:18:40: Ich würde gerne mit dir einen Blick in die Zukunft wagen.
00:18:42: Wie könnte deiner Meinung nach die Medizin aussehen, wenn wir digitale und virtuelle Technologien genauso selbstverständlich nehmen wie Medikamente?
00:18:50: Es würde gesünder für die Menschen werden es würde definitiv Kosten sparen Wir könnten uns viel Wege sparen Und auch viel sag ich mal Leid weil einfach Prozesse viel zu lang dauern, also im Bereich der mentalen Versorgung.
00:19:11: Gerade jetzt wenn ich jetzt auf unseren speziellen Bereich Virtual Reality oder Mixed Realities nenne es wie du willst.
00:19:19: ja wir arbeiten mit unserem System zwar geschlossen in Virtual Reality aber die technische Entwicklung geht weiter.
00:19:26: auch in Zukunft wird das bei uns Mixed Reality Geschichten geben.
00:19:31: dass ermöglicht Manchen Patienten sicherlich lange Wartezeiten für Behandlungen, die ich so eben gezielter machen kann.
00:19:40: Also unterm Strich wird es gesündere Menschen geben und es wird die Kosten in unserem Gesundheitssystem signifikant reduzieren.
00:19:48: Ein
00:19:48: fantastischer Zukunftsausblick.
00:19:51: Die Frage zum Schluss
00:19:53: Wer kommen vom Thema Schmerz und Stress?
00:19:55: Kannst du uns verraten welche Technologie dir persönlich beim Entschleunigen hilft?
00:19:59: Tatsächlich nutze ich unsere Technologie.
00:20:03: Man muss vielleicht auch dazu erklären, wie mein Bruder und ich dazu gekommen sind die Firma überhaupt zu gründen.
00:20:09: Wir kommen aus dem Immersive-Media Bereich das bedeutet aus den immersiven Medien also was Audio angeht eben nicht nur Stereo sondern bis hin eben zu wirklich Klanginstallationen die absolut Multi Channel sind.
00:20:28: im visuellen Bereich von der Produktion von Planetarian Shows, da reden wir wirklich Realprojektionen in die Dreißigmeter-Kuppel.
00:20:36: Im Prinzip alles schon ein bisschen vorstufen von dem was in Virtual Reality passiert.
00:20:41: und Wir haben VR für uns genützt als Produktionshilfs Mittel für die Produktion von Planetarium Shows, um einfach die Kuppelzeit zu sparen.
00:20:52: Eben nicht physisch im Planetarium Szenarien auszuprobieren sondern einfach virtuell zu simulieren und haben für uns das eigentlich entdeckt und haben gesagt toll da können wir mit diesen Traumwelten die wir auch so produziert haben kann man wegtauchen.
00:21:09: also ich habe das wirklich für mich als So ein Escape gesehen.
00:21:13: Und daraus ist der Gedanke dann eigentlich entstanden aus diesem persönlichen Escape, den wir da genossen haben, eben Produkt zu machen was entsprechend sinnstiftend ist und dann eben auch einen richtigen Anwendungszweck hat nicht nur Entertainment ist sondern richtigen Nutzen bringt.
00:21:30: also deshalb nutze ich das nach wie vor.
00:21:33: letztendlich wenn ich die möglichkeit habe natürlich reale in der natur zu gehen ist durch nichts zu ersetzen also frische luftbewegungen und wenn das eben nicht funktioniert dann tauche ich nach wie vor super gerne in unsere Welten ab.
00:21:46: Das
00:21:47: war das perfekte Schlusswort!
00:21:48: Vielen Dank, Martin, dass du uns mitgenommen hast in die virtuellen Welten und das Thema Neurotechnologie generell sehr spannend und dein Zukunftsausblick hat mir besonders gefallen.
00:21:58: Herzlichen Dank!
00:21:59: Ich danke dir!
00:22:00: Heute haben wir darüber gesprochen, wie Virtual Reality konkret in der Schmerztherapie eingesetzt wird – nicht als Spielerei, nicht als kurzfristige Ablenkung sondern als gezielt entwickelte Technologie die Wahrnehmung beeinflusst gesehen wie visuelle Reize, Sound und Interaktion genutzt werden um neuronale Prozesse zu modulieren.
00:22:19: Und wir haben diskutiert wo diese Anwendungen heute bereits im klinischen Einsatz sind und wo noch Entwicklungsarbeit notwendig ist.
00:22:26: Wir sind uns sicher Virtual Reality ersetzt keine medizinische Behandlung aber sie erweitert das therapeutische Instrumentarium.
00:22:33: Vielen Dank dass Sie heute dabei waren und uns zugehört haben!
00:22:36: Wir hoffen sie konnten spannende Impulse gewinnen.
00:22:38: Abonnieren Sie gerne unseren Podcast bei Spotify und Apple-Podcast, um keine weitere Folge mehr zu verpassen.
00:22:44: Ich bin Tanja Jovanovic und das war Fokus Zukunft – ein Format des Beinen innovativ Podcasts Innovation Leben.
00:22:50: Bleiben sie neugierig!